Wohnen am Helmut Zilk Parkgleis-small

„Urbanes Grätzl“ – Leben am Helmut-Zilk-Park, Hauptbahnhof Wien

(Auszug aus der Ausschreibung)

„…dort, wo man am Fußweg zur Arbeit kurz frühstückt, einen Mittagstisch vorfindet, nachmittags die Kinder gefahrlos im öffentlichen Gassenplatz-Raum spielen lässt, Senioren in der Vor- und Nachmittagssonne e-biken, den After-Work-Aperitif nach den Besorgungen beim Handwerker und Laden zum nachbarlichen Austausch einnimmt, kurz beim partizipativen Gemüsegarten Petersilie und Salat pflegt und erntet, abends ohne Angst für eine Eiskrem flaniert, im Park oder auf der inneren Promenade namens „Am Ried-Riss“ joggt, skatet und liebt, dort ist Dein Grätzl…“

Es gibt keine nachhaltige Alternative zur „Stadt als eine kleinstrukturierte Mischung“, so lautete die Re-Vision des Urbanen. Die Renaissance einer neuen Lebenskultur, die eine Nähebeziehung der alltäglichen Sphären „Arbeiten + Wohnen + Freizeit“ bietet, die durch körperliche Bewegung im öffentlichen Raum geprägt wird, stellt Zeit- und Raumluxus und die Grundlage geschätzter sozialer Milieus dar. Die Nutzungen im Erdgeschoß des Stadtterrains samt räumlichen Extensionen wie Höfe, Galerien, Arkaden, öffentlicher Gassenplatz-Raum, Mezzanin, Souterrain und erster Stock bilden keine privaten, hermetischen Grenzen und Schwellen aus, sondern sind mit einem Freiraumkonzept einhergehend als Austauschzone der betrieblichen wie sozialen Aktivitäten vorkonditioniert. Das Mobilitätskonzept sieht Sammelgaragen als Lärmpuffer nach Norden zu den Gleisen des Hauptbahnhofes vor. Die attraktive fußläufige Erreichbarkeit des öffentlichen Personennahverkehrs ist gegeben.

Eine Wiener „Urbanes Grätzl“-Mischung mit dem transformierten Erbe europäischer Stadtkultur soll hier realisiert werden.

– Max Rieder, Wien, Oktober 2014

Mehr Informationen zum Sonnwendviertel Ost und den umliegenden Bereichen gibt es auf der Webseite der Gebietsbetreuung Favoriten!

 

Gleis21 im Kontext


Architektur und Stadtstruktur – “Qualitätsvolles Ensemble von Räumen”

Die lineare großstädtische Gebäudestruktur, die der Bauplatz vorgibt, versucht einerseits zwischen dem westlichen freifinanzierten Wohnhaus und dem östlich gelegenen Quartiershaus zu  vermitteln, andererseits wird durch die Durchlässigkeit in der Erdgeschoßzone zwischen Promenade und Park eine öffentliche Durchwegung hergestellt. Wie im Erdgeschoß wird es auch im Dachgeschoß eine Art “Ensemble von Räumen” geben. Das sogenannte “Dachschlaraffenland” wird durch bespielbare Freibereiche und Pavillons eine Vielfältigkeit und Flexibilität erzeugen, die Kommunikation fördert und eine positive Nachbarschaft stärkt. Die Lebendigkeit von Erd- und Dachgeschoß wird in den Wohngeschoßen durch die umlaufenden Laubengänge und Balkone erzeugt. Einschnitte und Durchbrüche lassen die BewohnerInnen auch vertikal kommunizieren und erlauben eine mehrgeschoßige Fassadenbegrünung. Die halb-privaten Laubengänge als offene Kommunikationszone, die von den BewohnerInnen angeeignet werden kann, steht in Kontrast zu den spielerisch angeordneten privaten Balkonen.

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